• Google Business Profile

    Google Business Profile

    Google Business Profile für Pfarreien richtig nutzen

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    Wer heute eine Kirche, einen Gottesdienst oder ein Pfarrbüro in der Nähe sucht, tippt selten „Pfarrei Musterstadt“ in die Adressleiste – sondern gibt bei Google „Kirche in der Nähe“ oder „katholische Messe heute“ ein. Genau in diesem Moment entscheidet sich, ob Ihre Pfarrei gefunden wird: durch das Google Business Profile (früher „Google My Business“). Es ist kostenlos, in 20 Minuten eingerichtet und für viele Menschen der erste – manchmal einzige – Kontaktpunkt mit Ihrer Gemeinde, noch bevor jemand die Pfarrei-Website öffnet.

    Dieser Artikel zeigt, wie Pfarreien, Seelsorgeeinheiten und Pfarrverbände ihr Profil sinnvoll aufsetzen und pflegen.

    Schritt-für-Schritt zum Google-Profil

    Profil beanspruchen und verifizieren

    Oft existiert bereits ein automatisch von Google angelegtes Profil für Ihre Kirche, ohne dass jemand es verwaltet. Prüfen Sie das:

    • Kirche auf Google Maps suchen
    • „Dieses Unternehmen ist Ihres? Jetzt beanspruchen“ anklicken
    • Verifizierung per Postkarte, Telefon oder – seit 2025 auch – per Videoanruf durchführen lassen
    Bei mehreren Kirchorten (Seelsorgeeinheit, Pfarrverband, mehrere Kirchengebäude) lohnt sich ein eigenes Profil pro Standort, damit jede Kirche mit ihrer eigenen Adresse und ihren eigenen Gottesdienstzeiten auffindbar ist – verknüpft über ein gemeinsames Konto.

    Die richtige Kategorie wählen

    Die Hauptkategorie entscheidet mit, in welchen Suchen Sie auftauchen. Für Pfarreien relevant sind unter anderem:

    • „Katholische Kirche“ / „Evangelische Kirche“ / „Kirche“ als Hauptkategorie
    • Zusatzkategorien wie „Pfarrbüro“, „Gemeindezentrum“ oder „Veranstaltungsort“, falls das Pfarrheim auch vermietet wird
    Wichtig: Nur Kategorien wählen, die wirklich zutreffen – Google und Nutzer:innen honorieren authentische Angaben.

    Öffnungszeiten sinnvoll abbilden

    Hier liegt die größte Fehlerquelle: Google unterscheidet nicht automatisch zwischen Gottesdienstzeiten und Bürozeiten des Pfarrbüros. Beides gehört ins Profil, aber klar getrennt:

    • Die „Öffnungszeiten“ auf die Zeiten setzen, zu denen die Kirche tatsächlich für Besucher:innen offen ist (z. B. für stilles Gebet)
    • Gottesdienst- und Messzeiten im Beschreibungstext, in „Beiträgen“ und – falls verfügbar – im Attribut „Angebotene Dienstleistungen“ ergänzen
    • Feiertage und Sonderzeiten (Weihnachten, Ostern, Wallfahrten) rechtzeitig als „Sonderöffnungszeiten“ eintragen, damit niemand vor verschlossener Tür steht

    Fotos, die einladen

    Profile mit aktuellen, hochwertigen Fotos werden nachweislich häufiger angeklickt. Für Pfarreien eignen sich:

    • Außenansicht der Kirche (bei Tag und ggf. beleuchtet am Abend)
    • Innenraum, Altarraum, ggf. besondere Kunstschätze
    • Bilder von Gemeindeleben: Krippenspiel, Erstkommunion, Pfarrfest, Chor
    • Ein Titelbild und – falls vorhanden – ein Logo der Pfarrei
    Bitte bei Fotos mit Personen (Kindern, Firmlingen) an Bildrechte und Einverständnis der Abgebildeten denken.

    „Beiträge“ für Termine und Ankündigungen nutzen

    Die Beitragsfunktion (ähnlich einem kleinen Social-Media-Post direkt im Google-Profil) wird von vielen Pfarreien kaum genutzt – dabei ist sie ideal für:

    • Einladungen zu Festen, Konzerten, Wallfahrten
    • Hinweise auf geänderte Zeiten (z. B. Karwoche, Sommerpause)
    • Aktuelles aus der Gemeinde
    Ein bis zwei Beiträge im Monat reichen, um das Profil „lebendig“ zu halten – Google bevorzugt aktiv gepflegte Profile in der Sichtbarkeit.

    Bewertungen ernst nehmen – aber gelassen

    Menschen bewerten auch Kirchen: die Atmosphäre, die Predigt, die Freundlichkeit im Pfarrbüro. Ein paar Grundregeln:

    • Aktiv, aber ohne Druck um Bewertungen bitten (z. B. nach dem Pfarrfest, im Pfarrbrief)
    • Auf jede Bewertung – positiv wie kritisch – ruhig, wertschätzend und zeitnah antworten
    • Bei unsachlichen oder beleidigenden Bewertungen: sachlich reagieren und bei klarem Regelverstoß eine Meldung bei Google einreichen, statt öffentlich zu diskutieren

    Kontakt so einfach wie möglich machen

    Telefonnummer, Website, ggf. WhatsApp- oder SMS-Chat direkt im Profil hinterlegen. Wer eine Frage zu Taufterminen oder Trauungen hat, möchte oft nicht erst eine E-Mail schreiben – die Chat-Funktion senkt diese Hürde spürbar.

    Fragen & Antworten (Q&A) vorausschauend befüllen

    Im Bereich „Fragen und Antworten“ können auch Sie selbst häufige Fragen vorab stellen und beantworten, zum Beispiel: „Gibt es einen Parkplatz an der Kirche?“ oder „Ist die Kirche barrierefrei?“. Das verhindert, dass veraltete oder falsche Antworten von Dritten stehen bleiben.

  • Bilder im Internet nutzen

    Bilder im Internet nutzen

    Bilder im Internet nutzen: Diese 7 Fehler können richtig teuer werden

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    Ein passendes Bild ist schnell gefunden – und ebenso schnell auf der Website oder in den sozialen Medien veröffentlicht. Doch genau hier lauern rechtliche Fallstricke. Gerade Pfarreien, Kirchgemeinden und gemeinnützige Organisationen gehen oft davon aus, dass Bilder aus dem Internet frei verwendet werden dürfen. Das ist jedoch ein Irrtum.

    Wer Urheberrechte oder Persönlichkeitsrechte verletzt, riskiert Abmahnungen, Schadenersatzforderungen und unnötigen Ärger. Mit ein wenig Hintergrundwissen lassen sich die meisten Fehler jedoch leicht vermeiden.

    Die 7 Irrtümer

    „Das Bild ist im Internet – also darf ich es nutzen.“

    Der wohl häufigste Irrtum. Nur weil ein Bild über eine Suchmaschine gefunden werden kann, bedeutet das nicht, dass es frei verwendet werden darf. Jedes Foto ist grundsätzlich urheberrechtlich geschützt.

    Stockbilder ohne Blick in die Lizenz verwenden

    Auch gekaufte oder kostenlose Stockbilder dürfen nicht automatisch überall eingesetzt werden. Manche Lizenzen schließen die Nutzung in sozialen Medien oder für bestimmte Zwecke aus. Deshalb gilt: Lizenzbedingungen immer sorgfältig lesen.

    Creative Commons falsch verwenden

    Creative-Commons-Bilder sind oft kostenlos nutzbar – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Je nach Lizenz müssen Urheber genannt, Bearbeitungen gekennzeichnet oder die Lizenz verlinkt werden. Kostenlos bedeutet also nicht automatisch frei von Bedingungen.

    Personen ohne Einwilligung veröffentlichen

    Wer Menschen erkennbar fotografiert und die Bilder veröffentlicht, benötigt in vielen Fällen deren Einwilligung. Besonders sensibel sind Fotos von Kindern. Hier sollten Pfarreien und Vereine besonders sorgfältig vorgehen.

    Eigene Fotos sind nicht automatisch unproblematisch

    Auch wenn Sie das Bild selbst aufgenommen haben, müssen Persönlichkeitsrechte beachtet werden. Das Urheberrecht liegt zwar bei Ihnen, das Recht am eigenen Bild jedoch bei den abgebildeten Personen.

    Social Media wird oft unterschätzt

    Mit dem Hochladen eines Bildes auf Plattformen wie Instagram oder Facebook räumen Nutzer den Plattformen umfangreiche Nutzungsrechte ein. Nicht jede Bildlizenz erlaubt diese Form der Veröffentlichung. Deshalb sollten Sie auch hier genau prüfen, welche Rechte Sie besitzen.

    Einwilligungen nicht dokumentieren

    Eine mündliche Zustimmung kann im Streitfall schwer nachgewiesen werden. Sinnvoll ist es deshalb, Einwilligungen schriftlich oder digital zu dokumentieren und sicher aufzubewahren – insbesondere bei regelmäßig genutzten Fotos.

    Fazit

    Bildrechte wirken auf den ersten Blick kompliziert. Tatsächlich lassen sich die meisten Risiken mit einigen einfachen Grundregeln vermeiden: Nutzen Sie eigene oder korrekt lizenzierte Bilder, holen Sie Einwilligungen ein und prüfen Sie vor jeder Veröffentlichung die Nutzungsrechte.

    So schützen Sie nicht nur Ihre Organisation vor unnötigen Kosten, sondern schaffen auch Vertrauen im Umgang mit Bildern und personenbezogenen Daten.